Elektromobilität….. Momentan gibts kein kontroverseres Thema. Leider eine traurige Geschichte für mich. Aber von vorn…

2016 kam ich in den Genuss ein Jahr lang einen smart Electric Drive zu fahren. Über eine kleine monatliche Zahlung holte ich den smart nagelneu im Werk Sindelfingen ab. Um die erste Strecke von ca 250km zu überwinden, lud ich ihn auf einen Autoanhänger 🙂 Keine große Anstrengung für ca 10.000 folgende Kilometer, rein elektrisch.

Daheim ankommen wurde der Kleine ziemlich schnell in die Familie integriert. Nicht nur als Pendlerauto zur Arbeit (ca 40km täglich), sondern auch für viele viele andere Besorgungen. Der große Familienwagen wurzelte mehr und mehr auf dem Parkplatz fest. Toll, denn….. der Strom wurde uns kostenlos von den Stadtwerken zur Verfügung gestellt. Dank öffentlicher Ladesäule die ca 200m von mir entfernt liegt. Und das allein war der Grund, mir dieses Auto zu mieten. Denn…. ich habe keine Möglichkeit vor oder am Haus zu parken, also mit meinem Hausstrom zu laden.

Das Jahr mit dem smart ging schnell zu Ende und ich war sehr traurig ihn wieder abgeben zu müssen. Denn vom Fahrerlebnis ist es ein soooo tolles Auto. Ehrlich, ich bin total begeistert. Aber warum nicht noch mal ein Jahr mieten? Tja, ich hab oft und viel mit den Stadtwerken telefoniert. Es solle irgendwann man mal ein Stromtarif für die Ladesäulen kommen. Wann wisse keiner so genau. Nun gut. Ab heute ist es amtlich. Die Tarife sind da. Und *schluck* seht selbst:

Quelle: Neustadtwerke

Was bedeutet das für mich? Und wahrscheinlich für viele anderen potenziellen E-Auto Kunden auch? Bullshit…. Die Tarife sind ziemlich unattraktiv. Denn rechnet man mal damit, dass ein smart für eine Ladung von 10%-100% bei 11kw ca 5h braucht, lässt man hier  14 Euro! Und das für ca 130km Reichweite. Ein vergleichbarer Verbrenner kommt hier mit ca 7,50 Euro aus. Daheim an der Steckdose werden für eine Füllung Elektrosprit ca 4 Euro fällig. Dadurch verpufft ist der versprochene Effekt von zukunftsweisender Mobilität. So wird das leider nichts mit der Mobilität von morgen. Klar, jetzt wird jeder, der ein Haus mit Garten und Carport vor der Tür hat, sagen: „na und, ich kann wenn ich will“- aber dann tut es bitte auch! Tja, leider bin ich sicher nicht der einzige, der gern wollte, aber es die Infrastruktur einfach nicht zulässt. Und dabei war ich doch so angetan vom elektrischen Fahren……

 

2 Kommentare

  1. Lädt man jedesmal nur so lange, daß man auf ca. 90% kommt und dann das Auto wieder abholt, so zahlt man bei diesem Tarif bei 5 kW Ladeleistung nur 20 cent/kWh und das ist richtig günstig, billiger als zuhause.
    Bei einem Verbrauch von sagen wir 13 kWh/100 km sind das dann 2,60 Euro/100 km. Unschlagbar.
    Das Balancing auf 100% ist bei Zeittarif zu teuer, das kann und muss man dort nicht machen. Die wollen ja auch, daß danach noch ein anderes Auto dort laden kann.
    Ich würde das Auto dorthinstellen und grob überschlagen, wie viel kWh ich brauche und dann abholen. Bei 200 m Entfernung ist das doch kein Problem. Muss man sich eben eine Zeituhr stellen.

  2. jep, ist eine Möglichkeit. Aber das Täglich zu Praktizieren ist mir zu viel Aufwand. Generell stimme ich zu, ganz nach dem Motto, wo ein Wille da auch ein Weg 🙂

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